Jura: „Das Gesetz ist unser täglich Brot“

Shownotes

Dr. Frederic Stodt ist Richter und arbeitet am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. An der Ruhr-Universität hat er von 2014 bis 2019 Jura studiert und war Teil eines Exzellenzkurses.

Mit 21 Jahren hat er 2019 seine Promotion am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Europarecht begonnen. 2023 hat er dort seinen Doktor in Rechtswissenschaften erhalten. 2024 folgte dann das zweite Staatsexamen.

In seinem Referendariat hat er am Landgericht Bochum, bei der Staatsanwaltschaft Bochum, in einer Behörde und in einer Großkanzlei gearbeitet. Seine Wahlstation hat er am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen absolviert – wo er heute als Richter tätig ist.

Mehr zum Jurastudium finden Sie auf der Webseite der Fakultät.

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00:00:00: Warum studieren?

00:00:01: Was studieren und vor allem, wohin damit?

00:00:04: Nach der Zeit an der Ruhr-Universität hier bei uns in Bochum.

00:00:08: Kurz… Rup – was

00:00:11: dann?!

00:00:11: Diese Frage stellen wir uns im neuen Podcast der Ruher Uni Bochumb und laden Menschen ein die ihre Antwort darauf schon gefunden haben!

00:00:19: Ich bin Ravi Frever und hole unsere Alumini wieder zurück hier in unser Studio unter dem Audimax um uns, um euch zu berichten, wo die Reise hingehen kann.

00:00:29: Für diese Folge hat mich Dr.

00:00:31: Frederik Stotd besucht, ehemaliger Jura-Student und heute in hohem Amt.

00:00:35: Nach Studium und Doktortitel arbeitet er heute als Richter am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.

00:00:41: Sein Werdegang findet ihr in den Shownotes!

00:00:43: Wie es Frederick mit dieser hohen Verantwortung geht – und ob Jura wirklich so hart ist wie viele denken?

00:00:49: Überall das und mehr habe ich mit ihm gesprochen.

00:00:51: Viel Spaß mit der neuen Folge RUB.

00:00:53: Was dann?

00:00:54: Mit Richter

00:00:55: Dr. Frederic Stodt

00:00:58: Einfachste Frage direkt zu Anfang, wobei vielleicht ist sie gar nicht so einfach.

00:01:02: Warum hatte ich das Jura-Studium denn damals gereizt?

00:01:04: Beziehungsweise wann hast du das erste Mal ein Jura Studium gedacht?

00:01:08: Ja, so einen richtig genauen Grund warum ich Jura dann angefangen habe gab es eigentlich gar nicht.

00:01:12: Ich hab irgendwann in der zwölften Klasse mir wie wahrscheinlich die meisten mal Gedanken gemacht was sich so zukünftig nach der Schule machen möchte und bin dann irgendwie auf Jura gestoßen.

00:01:22: also ich hatte nach meiner Schulzeit das Gefühl ich würde er nicht so gerne in den naturwissenschaftlichen Bereich gehen Und hatte dann mal geschaut und bin auf Jura gestoßen.

00:01:31: Ich hab gedacht, dass man damit später sehr viele Möglichkeiten hat.

00:01:35: Das ist irgendwie interessant klingt.

00:01:37: Ich habe es ehrlicherweise einfach angefangen und das hat mir gefallen.

00:01:41: Jetzt ist Jura ja so ein Fach von dem viele eine Menge Lernaufwand erwarten.

00:01:48: über die Durchfallquoten in Juraklausuren im Staatsexamen müssen wir überhaupt gar nicht reden.

00:01:55: Das is berüchtigt würde ich sagen!

00:01:57: Waren das auch so die Sachen, an die du damals gedacht hast?

00:02:00: Oder hast du das noch völlig ausgeklammert, als du gesagt hast, Jura.

00:02:03: Also ich hab natürlich mich vorher ein bisschen über das Studium informiert und mal was dazu gelesen.

00:02:08: aber ehrlicherweise super tiefgehend habe ich mich damit jetzt nicht beschäftigt wie das mit den Durchfallkoten ist oder wie lernaufwendig das ist.

00:02:16: also dass es schon anspruchsvoll ist, das konnte man mit den verschiedenen Quellen, die man so eingesehen hat, schon entnehmen.

00:02:23: Aber jetzt ganz konkret habe ich mich gar nicht so tiefgehend damit

00:02:26: beschäftigt."

00:02:27: Wie hast du das dann erlebt?

00:02:29: Also du hast gesagt, du hast dich damit auseinandergesetzt.

00:02:31: Klar wird mit Sicherheit schwierig!

00:02:32: Ist dir das schwer

00:02:33: gefallen?".

00:02:35: Es war eine Umstellung.

00:02:36: Ich hab's doch deutlich schwieriger empfunden als die Schulzeit.

00:02:39: Das muss man schon sagen.

00:02:40: Gerade die ersten Klausurenphasen dass das schon ein erheblicher Aufwand dann war und auch viel Neues, weil ja wie gesagt mit dem Jurastudium gar keine Berührungspunkte in der Schule hat.

00:02:52: Also ist man echt in so einen ganz neuen Bereich gekommen und hatte auch extrem viele erst mal zu lernen und auch das ganze Stilistische was man im Jurastodium so braucht und überhaupt erstmal generell Studium sich selber zu organisieren und in die Vorlesungen zu gehen.

00:03:05: und auch da es war eine neue Welt.

00:03:06: deswegen würde ich sagen es ist schon sehr schwierig auch am Anfang gewesen.

00:03:12: Ich glaube, dass man das auch gut hinkriegen kann.

00:03:14: Wenn man sich da mit beschäftigt ... Aber es war schon eine Umstellung zur Schulzeit auf jeden Fall.

00:03:21: Was hat dich denn überrascht an deinem Jurastudium?

00:03:25: Zum einen dann die Dauer am Ende.

00:03:29: Das ist schon länger dauert das Studium.

00:03:30: Das war mir im Vorhinein bewusst.

00:03:32: aber wie lange es konkret dauert, malt man sich nicht so aus wenn man ins erste Semester geht sondern man beschäftigt sich vielleicht eher mit dem Einstieg.

00:03:40: Ansonsten, dass man viele Fächer belegen muss.

00:03:43: Von denen man vielleicht vorher noch nie was gehört hat.

00:03:46: Im ersten Semester hatten wir römische Rechtsgeschichte.

00:03:48: Das hatte ich nicht so auf dem Schirm, das man es auch macht aber ... Es war sogar eine der Vorlesungen die mir echt gut gefallen hat.

00:03:54: Aber überraschend war's schon, daß man auch sowas macht.

00:03:59: Römische Rechtsgeschichte?

00:04:01: Genau!

00:04:02: Ich weiß nicht ob das heute noch so ist, aber wir mussten damals einen rechtsgeschichtlichen Schein machen.

00:04:07: Da gab's mehrere Angebote.

00:04:10: belegt und ich fand das eigentlich wirklich total interessant.

00:04:15: Wie

00:04:16: viel von solchen überraschenden Fächern waren denn vielleicht dabei?

00:04:18: Ich weiß es noch bei mir aus dem Sozialwissenschaftsstudium.

00:04:22: Politikwissenschaften ist ja zum Beispiel ganz, ganz viel auch politische Ideengeschichte.

00:04:26: Wie war das im Jurastudium?

00:04:28: War da auch viel so links- und rechts mit dem man jetzt vielleicht nicht rechnet?

00:04:31: Also ich glaube hätte sicherlich auch noch mehr links und rechts belegen können.

00:04:36: Römische Rechtsgeschichte wäre jetzt so vom Titel, glaube ich, das womit man am wenigsten vorher rechnet.

00:04:42: Aber ich glaube, man könnte da auch andere Fächer belegen, die vielleicht etwas außerhalb des normalen liegen.

00:04:48: Aber auch das hat Spaß gemacht!

00:04:50: Aber du hast gesagt, römische Rechtsgeschichte hat dir lustigerweise besonders viel Freude bereitet?

00:04:56: Hast du da irgendwas, was heute noch irgendwelche Berührungspunkte in deinem ... Jetzt nicht nur in deinm Arbeiten natürlich.

00:05:01: Aber auch in dein Kopf irgendwie hat?

00:05:03: Nein das ehrlicherweise gar nicht.

00:05:04: Das ist echt lange her bei mir.

00:05:07: aber ich weiß ja noch dass wir es damals im ersten Semester hatten und ich glaub das war einer der ersten Vorlesungen die ich überhaupt besucht habe.

00:05:13: Aber irgendwie war das ganz angenehm und irgendwie auch erfrischend, dass man mal so etwas ganz anderes gehört hat von dem man vorher noch weniger Ahnung hatte als von allen anderen im deutschen Recht

00:05:24: Weg vom römischen Reich.

00:05:26: Wir gehen wieder zurück zu deinem Leben und zu deiner Deinem Werdegang.

00:05:31: Du hast einmal natürlich sehr früh das Abitur gemacht.

00:05:34: mit sechzehn, hast du dann angefangen zu studieren Und du hast aber auch schon sehr früh promoviert.

00:05:38: Mit einundzwanzig hast du deine Promotion angefangen.

00:05:42: Was hat dir denn dabei geholfen dieses Studium so schnell zu bewältigen?

00:05:45: Für dass ja wirklich es auch Leute gibt die viele Anläufe brauchen.

00:05:49: Also ich würde sagen im Studium war ich gar nicht so übermäßig schnell sondern vielleicht eher zügig, aber ich glaube es gibt auch andere die es vielleicht noch schneller machen oder genauso schnell.

00:06:01: Ich hatte den Altersvorteil glaub ich hauptsächlich durch die Schulzeit weil ich relativ früh angefangen habe.

00:06:07: Aber ansonsten ist das glaube ich mir auch eine Mischung aus Disziplin und Durchhalte vermögen.

00:06:12: Ich weiß nicht ob das nicht irgendwie das gleiche manchmal ist Und dass man glaube ich sicher auch ein bisschen organisieren muss.

00:06:20: Also die Kombination aus diesen Faktoren trägt dann wahrscheinlich dazu bei, dass man relativ schnell fertig wird.

00:06:29: Ich

00:06:29: glaube das ist auch ganz schön vereinen selbst wenn man das relativ schnell macht aber das ist nicht zwingend.

00:06:37: also ich glaube wenn man jetzt mehr Zeit für das ein oder andere braucht kann man sich dir auch nehmen und das Jura Studium lebt ja generell sehr viel von Selbstorganisationen.

00:06:45: Trotzdem müssen wir einmal kurz drüber sprechen.

00:06:49: Du hast gesagt, so super schnell oder super ... ja, super, super krass warst du jetzt irgendwie da nicht unterwegs.

00:06:57: Aber es hast du mir im Vorgespräch erzählt.

00:07:00: Ein Exzellenzkurs an der Uni trotzdem besucht?

00:07:04: Wie kann man sich den vorstellen und was hat er dir mitgegeben?

00:07:07: Das war so dass wir nach ein paar Semestern ich kann nicht mehr genau sagen wie viele das waren.

00:07:11: Ich glaube so ungefähr im vierten fünften Semester habe ich einen Brief bekommen vom Dekan der Fakultät.

00:07:16: Da stand drin, zu den ungefähr twenty-fünf Besten des Jahrgangs gehört, ich weiß nicht genau nach welchen Kriterien das ermittelt worden ist.

00:07:24: Aber da stand es so darin und dass man dann eingeladen wurde für einen Exzellenzkurs.

00:07:30: Und im Rahmen dieses Kurses hatte man die Gelegenheit in einem Rechtsgebiet, also entweder zivilrecht, strafrecht oder öffentliches Recht eine Urteilsanmerkung zu schreiben, zu einem Urteil was man sich selbst aussuchen konnte.

00:07:43: Da gab's jemanden der das ein bisschen mitbetreut hat in dem jeweiligen Rechtsbereich Und das wurde dann am Ende veröffentlicht, ich glaube auch auf der Webseite der Ruhr Uni und in so einer Zeitschrift.

00:07:55: Da hatte man dann mal das erste Mal die Gelegenheit ein bisschen über Intelliorenz zu schauen und was anderes zu machen weil sonst Urteilsanmerkungen ist jetzt nicht Kerntätigkeit im Studium.

00:08:05: Das ging dann glaub ich über einen Semester.

00:08:08: Wie hat sich das angefühlt das erste mal so ein bisschen praktischer zu arbeiten?

00:08:12: Das war ganz schön.

00:08:13: Ich würde gar nicht so zwingend sagen, dass es praktischer war.

00:08:15: Es war schon auf wissenschaftliches Arbeiten durch die Urteilsanmerkung aber man hat sich natürlich mit einem Fall aus der Praxis beschäftigt.

00:08:22: Das war schön und man hatte auch mal dann Leute kennengelernt, mit denen man vorher vielleicht nichts zwingen zu tun hatte und auch derjenige, der das betreut hat.

00:08:30: Mit dem ist man ins Gespräch gekommen und hat ein bisschen geholfen und ich glaube auch, dass man da viel gelernt hat.

00:08:37: Jetzt hast du gesagt, man kommt auch mal in diesem Exzellenzkurs Praxis mit echten Fällen in Kontakt, ist das normalerweise im Jurastudium nicht so der Fall?

00:08:51: Also die Klausursachverhalte, die wir bekommen sind natürlich immer ein bisschen aufbereitet.

00:08:57: Dass man die auch ... Damals bei mir waren es zwei Stunden und ich weiß nicht, wie das heute ist.

00:09:01: Das ist ja schon her, dass man das dann lösen kann.

00:09:04: Deswegen schätze ich mal teilweise zusammengekürzt und vielleicht auch teilweise fiktiv statt der Namen der Personen stehen, da häufig auch so Buchstaben.

00:09:15: Deswegen weiß ich jetzt nicht wie nah die so an echten Fällen sind.

00:09:19: Ich glaub es gibt sicherlich die eine oder andere Klausur der Hausarbeit, die auch mal auf Urteilen basiert und das ein bisschen als Vorlage genommen wurde.

00:09:26: aber ... Es sind jetzt nicht immer Fälle, die zwingend aus der Praxis kommen glaube ich.

00:09:32: Aber das weiß ich nicht, das könnten sicherlich Professorinnen besser beantworten als ich.

00:09:41: Jetzt hast du ... promoviert am Lehrstuhl für öffentliches Recht und Europarecht.

00:09:47: Was hatte ich denn daran besonders gereizt?

00:09:50: Also, ich habe schon immer am liebsten öffentliches recht gemacht.

00:09:52: Das war eigentlich von Beginn des Studiums so... Und ich kannte den Lehrschulen dabei.

00:09:57: Herr Prof.

00:09:58: Kremer auch schon durch seine Zeit als Dekan.

00:10:01: Ich hab damals noch an dem Dekanaat gearbeitet,... ...und die Mischung aus einem spannenden Rechtsgebiet in dem ich dann arbeiten konnte... ...und Herrn Professor Kremer, den ich schon kannte.

00:10:11: sehr nett fand.

00:10:12: Der hat mich dann dazu bewogen auch bei Herrn Kremer am Lehrstuhl zu arbeiten.

00:10:16: Öffentliches Recht, wie ist Europa-Rechtern bei dir dazugekommen?

00:10:19: Das war in der Lehrstuhrbeschreibung mit drin und das ist ja auch ein Teil des öffentlichen Rechts natürlich ein bisschen anders weil der Normgeber ein anderer ist aber das war da mit drinnen und fand ich eigentlich immer einen ganz spannenden Rechtsbereich.

00:10:33: Wie oft kommst du heute noch mit deinen Studienanhalten in Berührung in deinem Beruf?

00:10:39: Ich würde sagen immer mal wieder, also das Verwaltungsprozessrecht.

00:10:42: Das lernt man hier schon an der Uni und das braucht man auch heute noch.

00:10:45: Also wenn ich in meiner Tätigkeit bin läuft es ja alles nach der Verwaltungskriegsordnung ab und die Grundlagen davon hat man hier im Studium schon gelernt.

00:10:53: Also ich würde sagen natürlich nicht alles was man im Studiums gelernt hat, braucht man jetzt in der Praxis aber man kann schon auf das eine oder andere zurückgreifen.

00:11:02: Jetzt als Laie stelle ich mir irgendwie Verwaldungsrecht Vergleich zu Strafrecht oder bürgerlichem Recht zum Beispiel sehr, sehr kompliziert vor.

00:11:12: Wir wissen alle wie kompliziert auch Verwaltungsprozesse gerade in Deutschland sind.

00:11:17: Würdest du das unterschreiben?

00:11:18: Verwaltungerecht ist schon ein sehr kompliziertes Rechtsgebiet.

00:11:23: Also ich glaube es ist natürlich anspruchsvoll Das muss man sagen.

00:11:27: aber ich glaube jeder rechtsbereich egal ob strafrecht zivilrecht oder öffentliches recht kann anspruchsvoll sein und das hängt ja auch immer ein bisschen vom konkreten fall ab.

00:11:37: Aber an sich finde ich, ist das öffentliche Recht echt schön und ich glaube es hängt auch immer ein bisschen davon ab was einem am besten liegt.

00:11:45: Und wenn man irgendwie einen guten Zugang zu einem Rechtsgebiet hat dann fällt einem das vielleicht doch etwas leichter als... ...ein rechtsgebiet wo man jetzt nicht so einen guten zugang hat.

00:11:52: Du hast auf deinem Weg zum Richter, du hattest auch erzählt im Referendariat besucht man ja verschiedene Stationen.

00:12:01: Welche waren das bei dir?

00:12:02: Was habt ihr da so am besten von gefallen?

00:12:05: Also ich fange erst mal mit der ersten Frage an Das Landgericht in Bochum, da war ich zunächst in der achten Zivilkammer.

00:12:12: Die haben Urheberrecht insbesondere gemacht und allgemeines Zivilrecht.

00:12:16: Die Station ist immer vorgegeben im Referendariat, dass man an einem Zivilgericht ist.

00:12:20: Es muss nicht zwingend das Land Gericht sein aber es ist ein Zivilgericht.

00:12:23: Danach bei der Staatsanwaltschaft.

00:12:24: auch das ist vorgeben.

00:12:26: Da war ich auch bei der Staatsanwaltschaft in Bochum und danach bei einer Behörde habe ich eine Station gemacht.

00:12:34: kann oder muss man in der Verwaltungsstation zumindest zum Teil.

00:12:37: Die Einzelheiten sind etwas kompliziert, aber ich hab's bei einer Behörde gemacht.

00:12:42: und dann gibt es noch die Anwaltsstationen, die habe ich in einer Großkanzlei gemacht.

00:12:47: Und zum Schluss ist die Wahlstation.

00:12:49: wie der Name schon sagt, kann man sich das aussuchen wo man die machen möchte?

00:12:52: Und die habe Ich da beim Verwaltungskrieg in Gelsenkirchen gemacht, wo ich jetzt auch arbeite.

00:12:55: Die

00:12:55: Frage erübrigt sich dann was dir am besten gefallen hat.

00:12:58: Ja, also das Verwaltungsgericht beziehungsweise die Station da hat mir wirklich sehr gut gefallen und es hat mich auch dazu bewogen dann mich da zu bewerben.

00:13:06: Aber wirklich alle Stationen fand ich auch schön und jeder auf ihrer Art interessant.

00:13:10: Also auch die Station am Landgericht und auch alle anderen haben wir echt gut gefallen.

00:13:14: Also jetzt in deinem Referentariat das erste Mal dann in Kontakt gekommen bist mit dem Verwaltungsgericht als du dort deine Station gemacht hast?

00:13:22: Wie sah da so deinen Alltag aus

00:13:24: im Referentariat?

00:13:25: genau

00:13:26: Das war so, dass man regelmäßig zur Sitzung gegangen ist und sich die angeschaut hat aus ganz verschiedenen Kammern.

00:13:32: Also auch da ganz verschiedene Unterbereiche vom öffentlichen Recht.

00:13:37: Und man hatte auch Kontakt mit seinem Ausbilder.

00:13:38: also man ist da einem Richter zugewiesen der einen ausbildet.

00:13:42: Man bekommt doch immer wieder Aufgaben.

00:13:43: das sind dann noch echte praktische Fälle Die man dann lösen kann bzw ein Entwurf schreiben kann wie man den Fall wahrhalten wird und dann wird es bewertet.

00:13:52: man spricht mit seinem ausbilder drüber und so bekommt man dann Ja, die Möglichkeit da mal schon mal in die Praxis ein bisschen reinzuschauen und kann auch in alle möglichen Bereiche nicht nur in die Kammer des Ausbilders hineinschauen von den Rechtsgebieten her sondern in wirklich ganz verschiedene Sitzungen einfach mal reingehen unter auch verschiedene Verhandlungsstile der Richter, die da arbeiten können.

00:14:13: Hat dich das gereizt damals schon?

00:14:15: Als du herblich jetzt richtig verstanden glaube ich, dass du da auch schon so ins Arbeitsgebiet eines Richters rein geschaut hast damals am Verwaltungsgericht.

00:14:23: Also, da eher aus einer zuschauenden Perspektive ... Man hat jetzt selbst keine Sitzungen geleitet oder ich zumindest nicht.

00:14:28: Ich weiß nicht ob das bei anderen üblich ist oder nicht.

00:14:31: Aber man ist dann bei den Verhandlungen dabei und kann das wahrnehmen wie die jeweiligen Gerichter so die Verhandlung führen.

00:14:37: Und auch wie die einzelnen Fälle aufbereitet werden in der Verhandelung.

00:14:42: Ja, man kann einfach mal erleben, wie es da wirklich läuft.

00:14:46: Wie hat sich das angefühlt?

00:14:48: Ich stelle mir das als Leid, stell ich mir das ... Gericht ist immerhin, Richtergericht ist eine demokratische Gewalt.

00:14:58: Hat dich das eingeschüchtert damals?

00:15:01: Eingeschüchtern würde ich nicht sagen.

00:15:03: also natürlich ist man sich schon bewusst dass es irgendwie ja um viel geht auch für die Beteiligten und dass das ne wichtige Aufgabe ist die da wahrgenommen wird.

00:15:12: aber ein geschüchter glaube ich nicht auch weil die Richter die ich da kennengelernt habe und auch mein Ausbilder wirklich einen sehr gut mitgenommen haben und auch mal Sachen erklärt haben.

00:15:23: Also es war jetzt nicht so eine Atmosphäre, vor der man irgendwie Angst haben musste sondern eigentlich eher ja ne schöne Atmosphere wo man noch ein bisschen was lernen konnte.

00:15:31: Ist dann damals für dich im Ref schon die Entscheidung gefallen?

00:15:34: Ich will Richter werden.

00:15:35: oder hast du dann später von außen drauf geguckt auf alle Stationen gesagt Verwaltungsgericht soll's werden?

00:15:40: Nein im Laufe des Referendariats fahre ich mir relativ sicher dass ich Richter werde möchte also mir die einzelnen Stationen dann ja mal angeguckt.

00:15:48: Währenddessen habe ich schon gemerkt, dass mich die richterlichen Stationen sowohl am Landgericht als auch am Verwaltungsgericht am besten gefallen haben.

00:15:53: und da ich mich sowieso immer meistens fürs öffentliche Recht interessiert hat und am Verwaldungsgerichts wirklich sehr schön fand, habe ich mich dafür entschieden, mich dazu

00:16:01: bewerben.".

00:16:02: Und

00:16:04: wie

00:16:05: läuft der Weg zum Richter ab?

00:16:08: Auch da muss ich wieder sagen, als Laie von außen.

00:16:10: Richter ist eine Position, die stellt man sich ... Also ist ja auch eine hohe Position, das ist ne Position die stellt man sich sehr hoch vor.

00:16:18: Wie ist der Weg dann dahin gelaufen für dich?

00:16:21: Es ist so dass man sich nach dem Examen bewirbt beim Oberverwaltungsgericht.

00:16:25: Die machen die Einstellungen Für neue Richter die hier in Nordrhein-Westfalen eingestellt werden und die konkreten Anforderungen, die man damit bringen muss.

00:16:36: Die ergeben sich da aus auf der Webseite des OVG.

00:16:38: also da kann ich jetzt gar nicht so viel zu sagen weil das betrifft den Bereich vom Oberverwaltungsgericht für die Einstellungen zuständig sind.

00:16:45: Das kann man da aber als Nachlesen.

00:16:47: Ich glaube ganz allgemein kann man sagen Man braucht zwei Staatsexaminer mit guten Noten.

00:16:52: und was dann sonst noch so erforderlich ist dass ergibt sich aus der Internetseite da

00:16:59: Was hast du?

00:17:01: Jetzt sind wir wieder bei den Erwartungen.

00:17:02: Wir haben dann eine Erwartung ins Studio umgesprochen, mit was für ErwartUNG bist du an diesen Job als Richter rangegangen?

00:17:10: Was dich beworben?

00:17:11: hast du da schon mit dir Gedanken drüber gemacht wie das wohl werden würde?

00:17:15: Ja natürlich also.

00:17:15: zum einen habe ich gehofft dass es klappt und

00:17:19: herzlichen Glückwunsch hat geklappt!

00:17:20: Dankeschön.

00:17:22: Ich hatte ja schon ganz guten Eindruck dadurch dass ich nach Referneriat gemacht hab und hatte so ein bisschen ne Vorstellung.

00:17:27: Natürlich sieht man im Refernerirat hauptsächlich wie es in der Verhandlung ist, Teil der Arbeit findet ja auch außerhalb der Ver Handlung statt.

00:17:37: Von den Erwartungen her ist da eigentlich fast alles zugetroffen, also ich hatte erwartet dass ich da auf sehr nette Kollegen treffe.

00:17:43: einen Eindruck habe schon im Refernerial gewonnen und so ist das auch.

00:17:49: was jetzt die Rechtsmaterie angeht das entscheidet sich dann immer erst wenn man einer bestimmten Kammer zugewiesen wird.

00:17:54: deswegen bevor man das weiß konnte ich gar nicht an das Inhaltliche was ich da arbeite so richtige Erwartung ... stellen, weil das ja der Rechtsbereich echt davon abhängt in welcher Kammer man am Ende ist.

00:18:06: Jetzt denke ich gerade so beim Thema Erwartung aber auch daran... jetzt sind wir, ich will den natürlich nicht eine Schwere in den Mund legen ne?

00:18:14: Ich habe jetzt grade ganz viel von dieser hohen Position gesprochen, aber im Ende fällt man dann eben Urteile waren das Erwartungen mit denen du da reingegangen bist also hast du auch schon ein bisschen an die gegebenenfalls schwere dieser Entscheidung gedacht und an die Verantwortung, die mit diesen Entscheidungen einhergeht?

00:18:37: Dass man da eine große Verantwortung trägt.

00:18:39: Das habe ich mir schon vorher gedacht.

00:18:41: Das hab' ich ja auch im Referendariat schon bisschen sehen können.

00:18:44: derjenige, der dann die Entscheidung gemacht hat das war damals noch nicht ich aber dann der Richter bei dem ich zugeschaut habe.

00:18:49: Das hat natürlich ne große Bedeutung.

00:18:52: Auch für die Beteiligten in den Verfahren geht es häufig um viel.

00:18:55: Aber ich glaube... ...auch wenn's am Anfang natürlich ja ungewohnt ist, weil man sonst im Referentariat und im Studium einfach weniger Außenwirkungen hat, sag ich mal.

00:19:07: Man gewöhnt sich da so ein bisschen dran und man wird am Anfang auch sehr gut eingebunden.

00:19:13: in der Kammer also bei uns sind dann mehrere Leute und da sind doch echt immer alle ansprechbar und insbesondere der Vorsitzende der Kamera kann man dann auch immer fragen wenn man sich vielleicht irgendwie unsicher ist oder mal eine Nachfrage hat.

00:19:26: Deswegen wird man mit der Verantwortung, die man da hat auch nicht alleine gelassen sondern kann ja auch immer auf den Erfahrungsschatz von anderen Kollegen zurückgreifen, die vielleicht erfahrener sind und ich glaube man wächst da so ein bisschen rein.

00:19:40: Man muss sich dieser Verantwortung bewusst bleiben aber an sich ist das glaube ich fast mit dem man dann auch mit zunehmender Erfahrungen gut umgehen kann.

00:19:49: ganz kurz vielleicht in welcher Kammer arbeitest du jetzt?

00:19:52: Und womit setzt du dich dann inhaltlich so auseinander?

00:19:55: Ich bin in der zwölften Kammer des Verwaltungsgerichts in Gelsenkirchen.

00:19:58: Und wir haben die Zuständigkeit für Beamtenrecht und für Asylrecht, für die Länder Syrien, Tajikistan und Moldau.

00:20:09: Dazu haben wir auch noch unverteillte Materien.

00:20:12: Das bedeutet alles was nicht unter bestimmte Punkte fällt, die im Geschäftsverteilungsplan schon vergeben sind.

00:20:21: Die kommen dann erst mal zu uns weil natürlich ... Dinge, die jetzt nicht genau unter irgendeine der Verteilenzuständigkeiten fallen müssen von irgendwem bearbeitet werden erst mal.

00:20:30: Und die kommen dann erstmal zu uns.

00:20:32: Also nochmal zusammengefasst, Beamtenrecht, Asylrecht und unverteilte Materien mache ich auch.

00:20:38: Jetzt hast du gerade schon einen kleinen Einblick wagen lassen in deinen Arbeitsalltag?

00:20:43: Du hast gesagt man zieht sich ... Das sind wir vielleicht wieder bei den US-amerikanischen Gerichtsserien.

00:20:49: Man zieht zurück, was man so aus dem Fernsehen kennt.

00:20:52: Das Gericht zieht sich zurück... Also wie kann man sich den Arbeitsalltag dann so vorstellen?

00:20:59: Ist das dann so dass du dann auch schon mal sagen musst ah ja gut da bin ich mir bei einer Sache jetzt nicht so sicher.

00:21:04: Ich gehe jetzt nehme mich einmal ganz kurz zurück und berate mich mit den Kolleginnen und Kollegen.

00:21:08: Das kann man in der mündlichen Verhandlung sicherlich machen.

00:21:11: Dann unterbricht man die Sitzung und hält vielleicht nochmal Rücksprache.

00:21:14: Das ist bei mir in der Sitzungen noch nicht vorgekommen.

00:21:18: aber glaube ich könnte auch durchaus eine Sache sein, die man machen kann.

00:21:25: Außerhalb der Verhandlungen macht man das natürlich ganz häufig, dass man sich auch mal mit Kollegen bespricht und viele Entscheidungen macht man ja nicht alleine sondern in der Kammer, d.h.

00:21:34: mit den anderen Kollegen und gegebenenfalls auch noch Ehrenamtlichen Richtern je nachdem ob das dann in der mündlichen Verhandlung ist oder im Beschlusswege wo keine mündliche Verhandlungsstadt findet.

00:21:43: aber da ist es auch häufig so, dass Man nochmal Rücksprache hält oder generell bei Sachen wenn man sich mal unsicher ist.

00:21:49: Ja, wie ich finde auch das Schöne am Kammerprinzip, dass man sich da viel austauschen kann.

00:21:52: Wieviel wählst du in deinem Arbeitsalltag noch Gesetzestexte?

00:21:57: Das Gesetz ist unser täglich Brot.

00:22:00: Danach entscheiden wir ja auch natürlich die Rechtsnormen für die Entscheidung maßgeblich sind.

00:22:05: Die muss man sich durchlesen.

00:22:06: Ich würde sagen jeden Tag liest man die entsprechenden Gesetze, die für die Entscheidungen wichtig sind nicht nur Gesetzer sondern man guckt auch mal in andere Urteile rein was andere gerichtet zu der... Sachen entschieden haben.

00:22:18: Das sind dann die berühmten Präzidentsfälle?

00:22:20: Wir haben in Deutschland kein sogenanntes Case-Law, also wir sind nicht gebunden an die Entscheidung anderer Gerichte.

00:22:25: aber wenn man auf Entscheidungen anderer Gerüchte zurückgreifen kann und der Meinung ist sie sind so richtig, dann hilft es manchmal, wenn man sich die auch anguckt... Also wir zitieren auch viele andere Urteile.

00:22:37: und gerade wenn's jetzt von höheren Gerichten sind vom Oberverwaltungsgericht oder vom Bundesverwaltungsgericht, dann ist das sehr hilfreich.

00:22:43: wenn man schon mal sehen kann wie haben die die entsprechende Frage beurteilt kann sich dann gegen jeden Fall danach richten.

00:22:49: Erleichtert einen das manchmal auch persönlich, wenn man irgendwie auf andere Urteile zurückgreifen kann und sieht da haben die Kolleginnen und Kollegen in dem Fall so entschieden?

00:22:57: Ja, auf jeden Fall!

00:22:58: Also... Wenn man nicht der erste ist, der über eine Rechtsfrage zu entscheiden hat, dann ist es wirklich gut, auch mal zu sehen wie haben andere sich schonmal darüber Gedanken gemacht.

00:23:09: Es kommt aber auch manchmal vor dass wenn es keine Urteile zu einer bestimmten Frage gibt, dann arbeitet man nur mit dem Gesetz.

00:23:15: Aber das ist auch nicht schlimm dafür ... Ist man ja auch irgendwie da?

00:23:19: Und wie kann man sich diesen Prozess vorstellen?

00:23:22: Man arbeitet nur mit diesem Gesetz,

00:23:25: d.h.,

00:23:25: ihr lest euch dann geltendes Recht durch oder arbeitet euch noch mal ein geltes Recht rein.

00:23:30: Klar eine Basis habt ihr natürlich aus einem Studium mitgenommen, sonst müsste die nicht studieren wahrscheinlich!

00:23:35: Ja also, man guckt sich dann das Gesetz an was für die Entscheidung maßgeblich ist und macht an gegebenenfalls, wenn es darauf ankommt eine Auslegung von dem Gesetz.

00:23:43: Das lernt man auch schon im Studium und guckt wie man das dann auf den entsprechenden Fall anwendet.

00:23:49: also dass ist ja auch eigentlich die Kerntätigkeit für dich sagen

00:23:54: Wie kann man sich denn jetzt können wir vielleicht nochmal in deinen Arbeitsalltag vielleicht sogar noch mal ein bisschen bildlicher rein soweit du es erzählen kannst?

00:24:01: Wie kann Man sich den Arbeitsall tag vorstellen?

00:24:05: Richter fredderik stott steht morgens auf Fährt zum Gericht, wie geht's dann weiter?

00:24:11: Also das ist ganz unterschiedlich.

00:24:12: Es hängt auch so ein bisschen immer davon ab was an dem Tag so anfällt.

00:24:15: aber ganz grundsätzlich kann man glaube ich sagen... Man arbeitet zum einen an seinen eigenen Verfahren also für die man als Berichterstatter besonders zuständig ist.

00:24:25: Ich nenn es jetzt mal einfach eigene Verfahren weil das ein bisschen einfacher für die Erklärung ist glaube ich.

00:24:33: Man wirkt aber auch bei Entscheidungen der Kollegen aus der Kammer mit wenn wir die mit mehreren Berufsrichtern treffen.

00:24:39: Und ansonsten ist es so, dass man zum einen die laufende Verfahrensbetreuung macht.

00:24:45: Also man fordert z.B.

00:24:47: Akten an oder klärt andere Sachen auf weil wir bei uns den Amtsermittlungsgrundsatz haben.

00:24:52: das heißt der Fall wird prinzipiell durch das Gericht aufgeklärt und man kann auch mal noch bei Beteiligten nachfragen ob man noch weitere Informationen zu irgendeinem bestimmten Punkt haben kann, wenn man der Meinung ist, man braucht die oder dass eine Stellungnahme zu bestimmten Sachen abgegeben werden soll.

00:25:10: Also man führt das Verfahren dann quasi in der laufenden Betreuung so ein bisschen dahin, dass man es entscheiden kann und dass man alle Informationen hat, die man für die Entscheidung braucht.

00:25:19: Wenn das dann irgendwann soweit ist, dann bereitet man in der Regel die mündliche Verhandlung vor und irgendwann wird die Sache dann terminiert und man verhandelt dann mündlich.

00:25:28: Es gibt aber auch Eilverfahren bei uns im Gericht.

00:25:31: Das heißt da entscheidet man durch Beschluss also ohne mündlichen Verhandlungen In der Regel und auch da bereitet man dann irgendwann den Beschlussentwurf vor.

00:25:40: Und berät ihn dann mit der Kammer, und dann ergeht der Beschluss.

00:25:45: Eine Menge Kommunikation also?

00:25:47: Ja die Abstimmung mit den Kammerkollegen ist schon ein großer Teil der Arbeit aber ich empfinde das als sehr bereichernd.

00:25:52: Ein

00:25:53: großer Teil du hast jetzt nicht gesagt der größte Teil ist es denn in der Papierkram oder

00:25:58: ja man muss natürlich sich eigene Gedanken dazu machen.

00:26:01: Also wenn man Berichterstatter in einer Sache ist, also für das Verfahren besonders zuständig dann ist man natürlich erstmal dafür verantwortlich den Fall ein bisschen aufzuarbeiten und vielleicht so vorzubereiten dass man mit den Kollegen besprechen kann wie man das am Ende löst.

00:26:16: Es ist auch schon großer Teil der Arbeit, dass man an seinen Verfahren arbeitet und vielleicht eine Entscheidung vorbereitet oder sich schon mal über die Rechtslage doch tiefergehend informiert.

00:26:28: Hast du jemals, also wir haben gesagt in deinem Referendariat als du dann am Verwaltungsgericht warst, das war dir relativ schnell klar.

00:26:36: Das soll es werden.

00:26:37: hier will ich arbeiten.

00:26:39: Hast du je darüber nachgedacht noch mal was anderes zu machen?

00:26:44: Nochmal heißt Nachmeinberufs-Einstieg oder im Referendariat ob ich etwas anderes mache?

00:26:48: Also mich würde beides interessieren.

00:26:50: Ob Du in Deinem Referendariat Dir ehemals Gedanken drüber gemacht hast.

00:26:52: vielleicht fangen wir da an

00:26:54: Also im Referendariat, am Anfang bevor ich da konkret in eine weitere Station gegangen bin.

00:26:58: Da hatte ja noch keine so tiefer gehende Berufsvorstellungen.

00:27:03: Ich hätte mir abstrakt damals glaube ich auch vorstellen können Anwalt in einer Großkanzlei zu werden aber nach den stationen war mir dann relativ klar dass ich richter werden möchte und weil mir das am besten gefallen hat Und nach meinem berufseinstieg habe ich nie wieder daran gedacht etwas anderes machen zu wollen.

00:27:19: also ich glaube ich fühle mich da sehr wohl.

00:27:22: Also, solange du arbeitest würdest du gerne auch Richter bleiben.

00:27:25: Ja das kann man so sagen!

00:27:27: Das ist doch ja ein schönes Schlusswort für dich sagen.

00:27:30: Dass es dir so gut gefällt dass du gern in diesem Beruf bleiben möchtest.

00:27:34: vielen lieben Dank für deinen Besuch.

00:27:37: Dr.

00:27:37: Frederik Stott war das?

00:27:39: er ist Richter arbeitet am Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen hat ihr an der Ruhr Universität Jura studiert.

00:27:44: danke für dein Besuch

00:27:45: Vielen Dank.

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